Ist Wohneigentum heute erschwinglicher als 1980?
Erstmals veröffentlicht am 7. August 2025. Überarbeitet und aktualisiert am 5. Oktober 2026.
Viele Menschen wünschen sich ein eigenes Haus. Aber ist dieser Wunsch heute schwerer zu erfüllen als früher? Ein Blick auf die langfristigen Daten überrascht viele.

Was der OECD-Erschwinglichkeitsindikator zeigt
Die OECD setzt die Immobilienpreise ins Verhältnis zum verfügbaren Einkommen der Haushalte. Steigen die Einkommen stärker als die Preise, wird Wohneigentum erschwinglicher. Nach einer Auswertung von Statista auf Basis dieser OECD-Daten war Wohneigentum in Deutschland Anfang 2025, gemessen am Einkommen, erschwinglicher als Anfang der 1980er-Jahre.
Die Entwicklung im Überblick
- Bis zur Finanzkrise 2007/2008 wurde Wohneigentum im Verhältnis zum Einkommen stetig erschwinglicher.
- Im folgenden Jahrzehnt stiegen die Preise stärker als die Einkommen.
- Seit 2022 hat sich das Verhältnis wieder verbessert, vor allem weil die Preise nach der Zinswende gesunken sind. 2023 gingen die Preise für Wohnimmobilien so stark zurück wie seit vielen Jahren nicht.
Was der Indikator nicht zeigt
Das Verhältnis von Preis und Einkommen ist nur ein Teil der Rechnung. Für Ihre monatliche Belastung zählen auch die Bauzinsen und beim Neubau die Baukosten. Die Bauzinsen liegen heute deutlich unter dem Niveau der frühen 1980er-Jahre, aber höher als in den Jahren vor 2022. Die Baukosten sind zuletzt stark gestiegen. Wie sich die Zinsen aktuell entwickeln, zeigt unser BauzinsRadar.
Fazit
Langfristig betrachtet ist Wohneigentum nicht unerreichbarer geworden. Ob es für Sie passt, hängt von Ihrem Einkommen, Ihrem Eigenkapital und der passenden Finanzierung ab. Wir rechnen das gern mit Ihnen durch.
Quelle: Statista, Auswertung des OECD-Erschwinglichkeitsindikators für Wohnimmobilien in Deutschland, Stand erstes Quartal 2025.
